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1.200 Kilometer in drei Tagen

Momentan stehen unsere Fahrzeuge immer noch weitgehend still, weil der Betrieb von Museumsbahnen in Nordrhein-Westfalen bis vor kurzem verboten war und auch jetzt nur mit erheblichen Auflagen möglich ist. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass sich gelegentlich Aufträge außerhalb des Museumsbahnbetriebs ergeben, die unsere Lokomotiven, ohne dass man ihnen damit Schaden zufügen würde, aufgrund ihrer Leistung erfüllen können und wir damit die laufenden Kosten unserer Museumseisenbahn bedienen können.

So hatten wir bereits einige Gelegenheitsfahrten durchgeführt, als vor einiger Zeit sich die Kombination mehrerer Transporte andeutete. Für einen privaten Sammler sollten wir die Überführung zweier Lokomotiven der BRn 220 und 221 von Heilbronn und Siegen nach Altenbeken durchführen. Verbunden wurde damit ein Materialaustausch mit dem Eisenbahn-Museum in Heilbronn, so dass auch einige Güterwagen in den Zug eingereiht waren.

So wurden nach aufwändigen Vorbereitungen – die Koordination der Abläufe mit den Beteiligten, die Bestellung von Sondergenehmigungen für einige Fahrzeuge, die Fahrpläne für die Züge, die Buchung von Abstellgleisen für den Zug - unsere beiden Lokomotiven V200 033 und 212 079-8 und insgesamt vier Wagen aus unserem Museumsbestand am frühen Morgen des 30. Juni auf den Weg nach Heilbronn gebracht. Baustellen im Sauerland und am Rhein machten einen riesigen Umweg über Kassel erforderlich. Trotzdem konnte die vorgesehene Fahrzeit durch den Wegfall von einigen Überholungsaufenthalten um fast zwei Stunden unterboten werden, so dass am frühen Abend Heilbronn erreicht wurde.

Unterwegs entstanden natürlich einige Fotos von Eisenbahnfreunden, die aus den üblichen „gut informierten Kreisen“ mit den Durchfahrtzeiten unseres Zuges versorgt worden waren.

(C) "Flachstellenhamster"

 In Heilbronn wurden am nächsten Tag die Ladungen ausgetauscht: Die mitgebrachten Ersatzteile wurden entladen, unsere Teile anschließend verladen. Außerdem wurde die Lokomotive 221 120, eine jüngere und leistungsstärkere Schwester unserer V200 aus dem Jahr 1963, die seit 1987 abgestellt gestanden hat, zwischenzeitlich sogar in Italien war und 2003 nach Deutschland zurück gekauft werden konnte, auf ihre Lauffähigkeit geprüft und für die Überführung Richtung Altenbeken, ihrer neuen Heimat, vorbereitet.

 Am Vormittag des 2. Juli startete der Zug wieder, um die Etappe nach Siegen ins dortige Bahnbetriebswerk in Angriff zu nehmen, wo weitere spezielle Fracht auf den Zug wartete. Der Weg führte den Neckar wieder hinunter bis Heidelberg,...

(C) MEH

... ehe es über die Bergstraße, an Darmstadt vorbei Richtung Aschaffenburg, wobei sogar bayerisches Gebiet durchfahren wurde, und dann über Hanau, Gießen und Wetzlar nach Siegen. Eine kleine Aufregung später, da dem Fahrdienstleiter in Siegen nicht bekannt war, dass wir dort ein Gleis für den Zug angemietet hatten, konnte der Zug nach abschließenden Rangierarbeiten abgestellt und der Feierabend eingeläutet werden.

 

(C) Dieter Walk

Am nächsten Morgen war dann die Begegnung mit V200 015, die bis Herbst vergangenen Jahres noch in unserem Eigentum war. Damals hatten wir die Lok ebenfalls in die Privatsammlung nach Altenbeken verkauft und sie zur äußerlichen Aufarbeitung nach Siegen gebracht. Dort wurde die Zeit genutzt und aus der Lok ein Schmuckstück gemacht. Sie repräsentiert die Bundesbahnzeit zwischen 1968 und 1984, als die letzten 220er abgestellt wurden.

 

Nun wurde sie in den Zug eingereiht, so dass ab Siegen drei V200er den Zug „führten“: V200 033 als 220 033-5 beschildert, 220 015-2 und 221 120-9 liefen vor den vier Wagen, die jetzt für die beiden geführten V200er mitbremsen mussten, und der 212 079, die am Zugschluss unsere V200 unterstützen musste, da sie – hoffentlich zum letzten Mal – mit nur einem funktionsfähigen Motor ausrücken musste.

 

(C) Mathias Müller

Laut Plan sollte es eine 10-Stunden-Schicht werden, da wir auch diesmal die Baustelle im Sauerland umfahren mussten. Entgegenkommende Fahrdienstleiter und eine für uns günstige Betriebslage sorgten allerdings dafür, dass der kritische Raum Köln und die dicht belegte Wupperstrecke fast ohne Halt durchfahren werden konnten und der Zug den Raum Hagen gut zwei Stunden vor Plan erreichte. So konnten am frühen Abend die beiden „Fahrgäste“ hinter unserer Lok wohlbehalten und störungsfrei in Altenbeken abgeliefert werden.

 

(C) MEH

Mittags machte sich die Lokmannschaft auf die letzte Etappe nach Hamm, wo sie dann nach frühen Nachmittag eintraf und bereits von der anwesenden Werkstattmannschaft samt vorgeheizten Grill empfangen wurden. Damit gingen ereignisreiche Tage, wie üblich bei solchen Unternehmungen auch mit spontanen Problemen versehen, ohne Störungen an den Fahrzeugen zu Ende. Das letzte Foto zeigt den Zug bei der Einfahrt in das Betriebsgelände der Museumseisenbahn Hamm.

 

 (C) MEH

 

Die Ahrtalfahrt - leider nicht mehr 2020

Leider mussten wir beobachten, dass die öffentlichen Veranstaltungen im Ahrtal während der Weinsaison komplett abgesagt wurden. Damit wird auch unserer Sonderfahrt der Boden entzogen, da immer viele unserer Fahrgäste sich auf diese Veranstaltungen und einen geselligen und unterhaltsamen Nachmittag gefreut haben. Auch wir wären endlich mal wieder losgefahren, denn unseren Zug daheim nur stehen zu sehen, macht keine Freude. Aus diesem Grund werden wir die Ahrtalfahrt in diesem Jahr nicht durchführen.

Nebenbei sind auch noch einige Einschränkungen im Verhalten und im Umgang miteinander verfügt, die auch ein wenig von der Freude einer solchen Fahrt nehmen. Mundschutz, möglichst immer am Platz bleiben, eingeschränkter Gastronomie-Service, um nur ein paar Punkte zu nennen. Wir möchten Sie daher auf das kommende Jahr vertrösten, wo wir ebenfalls im September die Fahrt nachholen werden.

Vorerst verfahren wir wie bei den letzten Absagen: Wir werden Sie an dieser Stelle weiter auf dem Laufenden halten. Die Fahrgäste, die bereits gebucht haben, werden zu diesen Fahrten direkt angesprochen, wenn wir einen neuen Fahrttermin für sie haben. Vorerst werden wir auch hier die Fahrgelder zurückerstatten.

Bis dahin hoffen wir das Beste und wünschen Ihnen und uns, dass wir uns trotzdem in einer dann hoffentlich entspannteren Situation im Zug begegnen dürfen.

Herzliche Grüße und vor allem gute Gesundheit

Ihre Museumseisenbahn Hamm, 27.07.2020

Sail Bremerhaven - leider auch abgesagt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Absage nach Absage - die aktuelle gesundheitliche Lage lässt momentan wohl nicht anderes zu. Im Fall der Sail Bremerhaven wurde die gesamte Veranstaltung abgesagt, da sie unter das Verbot von Massenveranstaltungen bis zum 31. August 2020 fällt. Selbst wenn man diesen Termin unerwarteterweise vorziehen sollte: Eine solche Veranstaltung bedarf einer langen Vorplanung, so dass die Stadt Bremerhaven bereits vor kurzem die Absage mitgeteilt hat.

Man ist aber bestrebt, die Veranstaltung im kommenden Jahr nachzuholen. Allerdings muss man abwarten, inwieweit die Sponsoren, die für dieses Jahr ihre Unterstützung zugesagt haben, sich in der Lage sehen, die Zusage auch für 2021 aufrecht zu erhalten, wenn die wirtschaftlichen Folgen von Corona für sie bezifferbar sind.

Damit entfällt natürlich auch für uns das Haupt-Event, auf das wir uns alle gemeinsam gefreut haben. Deshalb sagen auch wir für dieses Jahr ab und hoffen, Ihnen die Fahrt im kommenden Jahr noch einmal anbieten zu können. Andernfalls müssten wir bis 2025 warten, bis der nächste reguläre Termin anstünde. Abgesehen davon würde eine Bahnfahrt, so wir sie wieder durchführen dürften, nach den heute gültigen Abstandsregelungen kaum kostendeckend zu zivilen Preisen zu fahren sein. Wir müssten Sie in der Bewegungsfreiheit im Zug deutlich eingeschränken und es könnte auch nur eine geringe Zahl von Plätzen belegt werden.

Darum hoffen wir weiter auf entspanntere Zeiten und darauf, in diesem Jahr überhaupt noch einmal unter einigermaßen normalen Bedingungen ans Fahren zu kommen.

Wir werden Sie an dieser Stelle weiter auf dem Laufenden halten. Die Fahrgäste, die bereits gebucht haben, werden zu diesen Fahrten direkt angesprochen, wenn wir verbindliche Informationen für sie haben. Vorerst werden wir auch hier die Fahrgelder zurückerstatten.

Bis dahin bleiben Sie uns bitte weiter freundschaftlich verbunden und bleiben Sie vor allem gesund.

Herzliche Grüße

Ihre Museumseisenbahn Hamm, 15.05.2020

Corona und die Museumseisenbahn Hamm

Liebe Freundinnen und Freunde der Museumseisenbahn Hamm,

leider können auch wir nicht sprachlos mit dem Thema Corona-Virus umgehen. Momentan werden fast täglich strengere Anweisungen der Entscheidungsträger von der Regierung bis zu den örtlichen Bürgermeistern veröffentlicht, wie man die Zusammenkunft von Menschen einzuschränken hat.

Da derzeit kein Abflauen von Neuinfektionen, und erst recht kein Rückgang der Krankenzahlen zu erkennen ist, haben wir beschlossen, die traditionelle Ostereier-Suchfahrt von Hamm nach Lippborg-Heintrop am 13. April 2020 ausfallen zu lassen. Die schon eingezahlten Fahrgelder werden wir in den nächsten Tagen erstatten.

Es tut uns gerade um diese Fahrt sehr leid, da sie sich ja genau an unsere "Nachwuchseisenbahner" richtet und diesen immer viel Freude bereitet hat. Aber ein Zusammensein so vieler Menschen in Eisenbahnwagen mit einer sehr offenen Sitzlandschaft, die sonst auf ideale Weise der Geselligkeit und der Kommunikation dient, würde im Moment leider die Gefahr der Verbreitung der Krankheitserreger noch vergrößern.

Über weitere geplante Fahrten und Veranstaltungen werden wir spätestens 14 Tage vor deren Beginn entscheiden und Ihnen das Ergebnis in jedem Fall, ob negativ oder positiv, mitteilen. Auch hier würden selbstverständlich die dafür bereits entrichteten Fahrgelder umgehend zurück gezahlt werden. 

Bis dahin hoffen wir das Beste und wünschen Ihnen und uns, dass wir uns trotzdem in einer dann hoffentlich entspannteren Situation im Zug begegnen dürfen.

Herzliche Grüße und vor allem gute Gesundheit

Ihre Museumseisenbahn Hamm

Stand: 15.03.2020


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