MEH Facebook

Der schwere Weg nach Winterberg – unsere erste Sonderfahrt 2019

Winterberg? Wieso Winterberg? Nachdem wir im vergangenen Jahr eine Fahrt von Hamm (Westf.) nach Willingen (Upland) und Korbach mangels ausreichender Teilnehmerzahlen absagen mussten, sollte es doch diesmal wieder dorthin gehen. Und es lief gut an: Dank mehrerer Zeitungsanzeigen hatten wir vor Weihnachten die Kostendeckung erreicht. Damit wurde es Zeit, den Fahrplan bei DB Netz zu bestellen. Routine, dachten wir, war es leider aber nicht: Die geplanten Zielbahnhöfe sind derzeit für Sonderzüge nicht erreichbar, hieß es in der Absage, einen Tag nach Weihnachten.


Was tun: ganz absagen? Keinesfalls! Innerhalb von 24 Stunden wurde Winterberg erste Wahl, das genauso schnell erreichbar ist, sofort den Fahrplan bestellt und bekommen, alle werbenden Werbetexte angepasst und die bereits festen Fahrgäste über die Änderungen informieren.
Einige sind leider von der Fahrt zurückgetreten, wofür wir natürlich Verständnis haben. Es haben aber noch viele weitere gebucht, so dass wir trotzdem eine zufriedenstellende Auslastung erreichen konnten. So standen wir nun unerwartet ein wenig in der Tradition der Wochenend-Sonderzüge aus den 70er und 80er Jahren der Deutschen Bundesbahn. Unter dem Motto "Wenn die Schachbrettflagge weht" wurde an den Bahnhöfen spätestens Freitag signalisiert, dass ausreichend Schnee lag und der Zug verkehren konnte. Auch damals war bereits oft die V200 im Spiel, wenn es galt, diese Sonderzüge zu befördern.

Soweit die lange Vorgeschichte zu den Abläufen hinter den Kulissen. Davor, auf offener Bühne, haben unsere Fahrgäste, die wir auch in Kamen, Dortmund und Fröndenberg eingesammelt haben, am 19. Januar 2019 eine schöne Zugfahrt – wie immer mit unseren gut geheizten Umbauwagen und der V200 033 - über sehenswerte Bahnstrecken, insbesondere auf der Nebenbahn nach Winterberg, erleben dürfen. Begleitet wurde dies von dem kompetenten Service in unserem Buffetwagen, der unsere Fahrgäste mit Getränken und kleinen Speisen versorgte. Menschen mit „Benzin im Blut“ konnten sogar ab Bestwig im ersten Wagen hinter der Lok ihren Maybach-Motoren bei geöffneten Fenstern bei der Arbeit zuhören, als mit Vollgas die große Steigung aus dem Ruhrtal hoch hinauf in die Berge bezwungen wurde.

Bereits ab Brunskappel (Foto aus Silbach vom Mitglied Alex Holste) wurde die Landschaft immer weißer, bis wir das Ziel pünktlich um 12 Uhr bei strahlender Sonne, leichtem Frost und einer geschlossenen Schneedecke erreichten. Auf Sieg gesetzt und gewonnen, kann man dazu nur sagen, denn es hatte erst wenige Tage zuvor so viel geschneit, dass wir diesen Anblick genießen konnten.

Für etwa 60 Fahrgäste ging es gleich mit einem von den Hammer Omnisbusfreunden (HOF) organisierten Bus in ein benachbartes Skigebiet, wo der Schnee noch intensiver zu erleben war. Dass wir eine halbe Stunde vorher noch umplanen mussten wegen Verkehrschaos im Bereich Alt-Astenberg: geschenkt, das hat uns auch nicht mehr umgehauen.

So konnten unsere Fahrgäste fünf Stunden lang Winter(berg) mit Schnee erleben, was in unserer Gegend inzwischen in dieser Form leider zur Ausnahme gehört.

Entsprechend zufrieden kamen sie auch nach und nach zum Zug zurück, um dann mit uns kurz vor 17 Uhr die Rückfahrt anzutreten. Diese führte uns dann auf demselben Weg und vor allem auch pünktlich zu unseren Ausstiegsbahnhöfen zurück, so dass wir um 20:40 Uhr wieder in Hamm (Westf.) ankamen.

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.