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Umbauwagen

Die Museumseisenbahn Hamm verfügt über acht sogenannte "Umbaudreiachser".

Da die Deutsche Bundesbahn in den 50er Jahren auch im Nahverkehr den steigenden Qualitätsansprüchen der Reisenden gerecht werden wollte entschloss sie sich zum Umbau der noch in großer Zahl vorhandenen Personenwagen aus der Vorkriegszeit. Diese Wagen wiesen häufig schon ein Einsatzalter von 30-50 Jahren auf und besaßen aufgrund ihrer frühen Baujahre oft noch Holzaufbauten. Die junge und unter chronischem Geldmangel leidende Bundesbahn beschloss daher die noch brauchbaren Untergestelle der Wagen auf eine einheitliche Länge von 13,30 m zu bringen und sie mit neuen zeitgemäßen Aufbauten zu versehen.

Die Wagen stellten im Nahverkehr in vielerlei Hinsicht einen deutlichen Sprung an Reisekomfort dar, boten sie doch im Gegensatz zu den meisten ihrer Vorgänger geschlossene Übergänge zu den anderen Wagen und mit Kunstleder bezogene Sitzbänke in der damals dritten sowie mit Plüsch bezogene in der zweiten Klasse. Allen gemein war das Beibehalten der dritten Achse in der Fahrzeugmitte, einige Wagen die aus Zweiachsern entstanden bekamen sie sogar der Einheitlichkeit wegen beim Umbau auch eingebaut.

Die Wagen sind für eine Geschwindigkeit von 90 km/h zugelassen, viele wurden untereinander fest gekuppelt und durften dadurch auch 100 km/h fahren. Die Umbaudreichachser prägten bis teilweise noch Mitte der 80er Jahre das Bild des Nahverkehs auf DB-Gleisen und sind damit heute noch vielen Fahrgästen von der Fahrt zur Schule oder zur Arbeit im Gedächtnis. Viele von ihnen haben bis heute als Bauzugwagen überlebt.


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