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Donnerbüchsen

Die sogenannten "Donnerbüchsen" waren seit den 20er Jahren eine weitere Wagenfamilie, die eine bedeutenden Rolle im Nahverkehr der Bahn spielte.

Mit ihnen versuchte die Deutsche Reichsbahngesellschaft ab Mitte der 20er Jahre zumindest einen Teil der schon damals oft ein beträchtliches Alter aufweisenden Länderbahnfahrzeuge zu ersetzen und ein etwas zeitgemäßeres Reisen zu ermöglichen. Kennzeichnend für diese damals neuen Wagen war unter anderem ihre Bauweise komplett aus Stahl, die ihnen auch ihren eigenartigen Spitznamen einbrachte - schon bei geringen Geschwindigkeiten beginnen die Wagen mehr oder minder laut zu dröhnen.

Ein weiteres Kennzeichen zumindest für die meisten Wagen dieser Bauart waren die offenen Plattformen die auch heute noch das Flair der "Eisenbahn von gestern" aufkommen lassen. Sie waren nur bei den Wagen der damals zweiten Klasse geschlossen, genauso bei einem Großteil der Gepäckwagen. Alle anderen Wagen der dritten und Anfangs auch noch vierten Klasse besaßen eben jene offenen Wagenübergänge.

Nach dem Krieg waren viele dieser Wagen auch im Ausland gelandet, der weitaus größte Teil von ihnen versah jedoch noch bis Mitte der 60er Jahre nahezu in der gesamten Bundesrepublik zuverlässig seinen Dienst im Nahverkehr, die Packwagen sogar noch bis Anfang der 70er Jahre. Die Museumeisenbahn Hamm bildet aus diesen Wagen ihren zweiten Zugstamm, der besonders gern auf der eigenen Strecke nach Lippborg-Heintrop eingesetzt wird, da sich in ihnen zusammen mit den Dampfloks besonders gut die Reiseatmosphäre der 50er Jahre nachempfinden lässt.


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